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Raucherentwöhnung - Grundlagen & Informationen
Das Rauchen wird in medizinischen Studien als
Risikofaktor und sogar als Auslöser für zahlreiche
Erkrankungen identifiziert. So begünstigt das Rauchen
die Entstehung von Gefäßerkrankungen und in deren
Folge Herzinfarkte und Schlaganfälle. Erkrankungen der
Atemwege und der Atmungsorgane, wie zum Beispiel Asthma oder
Bronchitis treten ebenfalls gehäuft auf. Durch die immunsystemschwächende
und entzündungsfördernde Wirkung des Zigarettenrauchs
wird eine schlechtere Wundheilung beobachtet. Auch Parodontitis
- der entzündliche Schwund des Zahnfleisches - wird durch
das Rauchen begünstigt. Zu den folgenschwersten Auswirkungen
des Rauchens zählen jedoch die zahlreichen Krebsarten,
die bei Rauchern vermehrt auftreten. Da ein sehr hohes Risiko
für Zungen-, Kehlkopf-, Speiseröhre-, Lungen-, Magen-
und Darmkrebs besteht, wird in diesem Zusammenhang oftmals
von der so genannten "Rauchstraße" gesprochen.
Infolge der genannten Erkrankungen werden dem
Rauchen in Deutschland pro Jahr mehr als 100.000 Todesfälle
zugeschrieben.
Obwohl diese Tatsachen hinlänglich bekannt sind, können
(oder wollen) zahlreiche Raucher ihr Laster nicht aufgeben.
Das liegt in erster Linie daran, dass es sich beim Rauchen
um eine Sucht handelt, die sowohl eine körperliche als
auch eine psychische Abhängigkeit verursacht. Zahlreiche
Raucher haben bereits mehrere erfolglose Versuche der Entwöhnung
hinter sich.
Viele Raucher berichten, dass ihnen weniger
das Nikotin, sondern vielmehr "Rituale", wie die
Zigarette zum Kaffee, die Zigarette zum Bier, nach dem Essen
oder einfach zur "Entspannung" fehlen. Diese psychische
Abhängigkeit wird häufig unterschätzt und ist
ein entscheidender Faktor, der halbherzige Entwöhnungsversuche
zum Scheitern verurteilt.
Aus diesem Grund sind ein starker, eigener Wille und eine
positive Einstellung zum Nichtrauchen die entscheidenden Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Entwöhnung.
Darüber hinaus helfen bewährte Strategien sowie eine professionelle
Begleitung bei der Raucherentwöhnung. So werden zur Unterstützung
unter anderem Akupunktur, Hypnose, Entspannungstechniken oder alternative
Darreichungsformen von Nikotin, wie z.B. Pflaster oder Kaugummis genutzt.
Darüber hinaus kommen verschiedene Ansätze, wie die Gruppentherapie,
die Schlusspunkt-Methode oder die Reduktionsmethode zur Anwendung.
Bei der Schlusspunkt-Methode wird versucht,
das Rauchen von einem Tag zum anderen komplett aufzugeben.
Die Reduktionsmethode hingegen sieht eine stufenweise Absenkung
des Zigarettenpensums bis zum vollständigen Aufhören
vor. Im Idealfall werden beide Methoden durch eine Beratung
begleitet. Ziel dieser Beratung kann zum einen die fortwährende
Motivation, das Vermitteln von alternativen Verhaltensstrategien,
Tipps zur Vermeidung von Rückfällen sowie eine intensive
Beobachtung und Bestimmung von Therapieerfolgen in Form von
bereits geänderten Verhaltens- und Denkmustern sein.
Darüber hinaus sollten gerade bei einer
begleiteten Raucherentwöhnung Tipps und Ratschläge
vermittelt werden, wie bereits erzielte Ergebnisse gesichert
werden können, um im besten Fall für immer rauchfrei
leben zu können.
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