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Heilfasten - Grundlagen & Informationen
Elemente einer Fastenkur
Jede Fastenkur lässt sich in drei Elemente oder
Phasen unterteilen. Dabei handelt es sich um die Darmentleerung, den
teilweisen oder vollständigen Nahrungsverzicht und die anschließenden
Aufbautage.
Darmentleerung
Während dieser Phase wird durch das Verabreichen von abführenden Lebensmitteln,
Salzlösungen (z.B. Bitter- oder Glaubersalz) oder Einläufen eine schonende und
vollständige Leerung und Säuberung des Darmes bewirkt. Dadurch wird der Darm in die Lage
versetzt, zu entschlacken, zu entsäuern und seine Selbstheilungskräfte zu reaktivieren.
Durch die vollständige Entleerung des Darms tritt während des Fastens kein Hungergefühl
auf.
Nahrungsverzicht
Diese Phase beinhaltet die eigentliche Absenkung der Nahrungsaufnahme unter den biologischen
Mindestbedarf. Die erste und die zweite Phase gehen fließend ineinander über beziehungsweise
überschneiden sich zeitlich. So wird während der Tage des Nahrungsentzugs weiterhin nach
einem fest vorgeschriebenen Plan für eine Entleerung des Darms gesorgt. Durch die gestoppte bzw.
reduzierte Nahrungsaufnahme wird die Bildung von giftigen Stoffwechselprodukten im Organismus reduziert.
In dieser Phase liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Fastenarten. Ein
Unterscheidungsmerkmal sind zum Beispiel die in dieser Phase erlaubten Lebensmittel und Getränke.
Aufbautage
Während der Aufbautage wird der Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt. Er wird
angeregt, die bis dahin fast gestoppte Produktion der Verdauungssäfte wieder aufzunehmen. Diese
Zeit sollte genutzt werden, den Organismus auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung umzustellen.
Während der Fastentage ist Ruhe und Entspannung das oberste Gebot. Dadurch bietet eine Fastenkur
auch immer die Gelegenheit, sich auf sich selbst zu besinnen und eröffnet somit neue
Sichtweisen für alltägliche Probleme.
Zur Entspannung kann die Fastenkur mit Anwendungen, wie zum Beispiel Massagen, dosierter
körperlicher Bewegung in Form von Spaziergängen oder Gymnastik, Saunagängen,
Fußbäder oder Packungen kombiniert werden.
Heilanzeigen
Die im Darm begonnene Entschlackung und Entgiftung
setzt sich im Verlauf der Fastenkur über den gesamten
Organismus fort. Das äußert sich unter anderem in einer
gesunden und reinen Haut. Darüber hinaus können mit einer
Fastenkur Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen, Schlafstörungen,
Übergewicht, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Migräne sowie Blutdruckprobleme
gelindert oder geheilt werden. Die reaktivierten Selbstheilungskräfte
des Organismus bewirken eine Stärkung des Immunsystems und können
sich unter anderem in einer Linderung oder Heilung von Allergien äußern.
Mit einer Fastenkur geht fast immer eine Stärkung des Selbstbewusstseins
und eine Sensibilisierung der Geschmacks- und Geruchssinne einher.
Fastenarten
Die verschiedenen Fastenarten unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich der "erlaubten" Lebensmittel und Getränke.
Nähere Informationen zu den bekanntesten Fastenarten sind finden Sie hier
F.X. Mayr
Kur (Semmel und Milch)
Fasten nach Buchinger/Lützner (Gemüsebrühe und Säfte)
Fasten nach Hildegard von Bingen (Gemüsebrühe, Dinkel und Tees)
Saftfasten
Um ausschließlich positive Ergebnisse zu erzielen, sollte zuvor ein Arzt konsultiert werden.
Außerdem sollte nicht vergessen werden, daß eine Fastenkur auch immer eine Belastung
für den Organismus darstellt. Aus diesem Grund ist sie insbesondere für Schwangere, kranke
oder geschwächte Personen nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
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